Antriebstechnik für maritime Anwendungen

Gleichstrommotoren für Schifffahrt und Hafentechnik

Wir entwickeln, fertigen und reparieren Gleichstrommotoren für maritime Anwendungen, bei denen robuste Ausführung, begrenzter Bauraum und die Integration in bestehende Systeme entscheidend sind.

Kundenspezifischer Elektromotor für maritime Anwendungen
Einsatzbereiche

Passend zu Betriebspunkt und Einbausituation

Deck- und Hilfsantriebe

Individuelle Motoren für Nebenaggregate, Verstelleinrichtungen und mechanische Hilfsfunktionen – etwa für Luken, Rampen, Poller oder Ventilstellantriebe, bei denen Salzwassernähe und Vibration durch Seegang dauerhaft berücksichtigt werden müssen.

Hafen- und Umschlagtechnik

Antriebslösungen für Anlagen mit hohen Anfahrmomenten, wechselnden Lasten oder projektspezifischen Schnittstellen, etwa an Kranen, Förderanlagen und Umschlaggeräten im Dauerbetrieb bei wechselnder Witterung.

Bestand und Modernisierung

Reparatur oder kompatibler Nachbau, wenn Originalmotoren nicht mehr verfügbar oder wirtschaftlich sind – ein häufiger Fall bei Schiffen und Hafenanlagen mit Nutzungsdauern von 20 Jahren und mehr.

Technische Anforderungen

Was maritime Antriebe zuverlässig macht

Salzwasser, Luftfeuchte und begrenzter Bauraum stellen andere Anforderungen an einen Gleichstrommotor als eine Halle an Land. Diese Punkte prüfen wir bei jeder maritimen Auslegung mit:

Schutzart und Korrosionsschutz

Je nach Einbauort IP65 bis IP67 (Deckbereich mit Strahlwasser oder zeitweiligem Untertauchen) oder IPX6 als üblicher Richtwert für offene Decksbereiche. Zusätzlich Tropenisolierung der Wicklung als Schutzlack gegen Feuchte, Salznebel und Pilzbildung, korrosionsbeständige Gehäuseteile und – je nach Einbauort – ein Edelstahl-Typenschild.

Isolierstoffklasse

Für den dauerhaften Einsatz unter maritimen Temperatur- und Feuchtebelastungen ist Isolierstoffklasse F (155 °C) üblicher Mindeststandard, bei kompakten Bauformen zunehmend Klasse H (180 °C).

Zulassung und Dokumentation

Auf Wunsch Unterstützung bei der Dokumentation für die Abnahme durch Klassifikationsgesellschaften (z. B. DNV, Lloyd's Register) – inklusive Angaben zu Isolierstoffklasse, Schutzart und Prüfnachweisen für Feuchte- und Salznebelbeständigkeit.

Zukunftssicher

Wartung planbar statt reaktiv

Gerade an Bord ist ein ungeplanter Motorausfall teuer – Zugänglichkeit ist eingeschränkt, Ersatzteile sind oft nicht sofort verfügbar. Bei Neuauslegungen prüfen wir daher auf Wunsch die Integration von Zustandsüberwachung: Sensorik für Lagertemperatur, Vibration und Wicklungswiderstand liefert Frühindikatoren für Verschleiß, bevor er zum Ausfall führt, und lässt sich in vorhandene Schiffsleittechnik einbinden. So wird aus einer reaktiven eine planbare Instandhaltung – besonders relevant bei Anlagen, die nur in festen Wartungsfenstern (Dockzeiten) zugänglich sind.

Auslegung

Umgebung und Lastprofil gemeinsam betrachten

Anwendung

Drehzahl, Drehmoment und Betriebsart erfassen

Umgebung

Temperatur, Feuchte, Schutz und Kühlung klären

Schnittstellen

Bauraum, Welle, Flansch und Versorgung prüfen

Umsetzung

Motor fertigen, prüfen und dokumentieren

Technische Anfrage

Mit Typenschild, Zeichnung oder Lastdaten starten

Auch unvollständige Bestandsunterlagen helfen bei der ersten Bewertung. Fehlende technische Angaben ermitteln wir gemeinsam mit Ihnen.